Die Tote im Keller

Eigentlich müsste es Kapittel 978 sein. Mich plagen wahre Horrorvisionen. Meine Erinnerungen beginnen mit einer Grabsocke im Keller. Sollte dies ein Omen sein? Erste Erinnerungen plagten mich: Es begann, als Tochter C noch sehr klein war. Gerade war sie in den Besitz eines grünen Dinosauriers mit pinken Flecken gelangt, als wir auf die Idee kamen, Kaffee trinken zu gehen. Es ging alles gut - bis auf den Rückweg. Ich hatte die glorreiche Idee, den Kinderwagen durch eine Drehtür zu schieben, als ich mitsamt dem Kinderwagen stecken blieb. Es ging weder hin noch zurück. Erst mit Hilfe diverser Kellner konnten wir Tochter C aus dieser Falle befreien. Noch heute leidete Tochter C unter diesem Trauma. Sie besteigt keinen Kinderwagen mehr.
Jahre später hatten wir ein Erlebnis ähnlicher Art. Der angesagteste Lebensmittelladen in unserer Umgebung baut um. Hätte ich wissen müssen, dass mich auch hier das Unheil einholt? Kaum hatten wir im strömenden Regen unsere Pfandflaschen entsorgt, ereilte uns das Unheil. Wir betraten das Einkaufszentrum: Ich mit riesigem Einkaufswagen nebst Taschen und Regenschirm gemeinsam mit Tochter A als Vorhut und Tochter C im Gefolge. Plötzlich geschah das Unglück - in dem Moment als eine weitere Käuferin das Geschäft betreten wollte, brach Tochter A in ein riesiges Geschrei aus: Wir waren gefangen. Eine Tür schloss sich gerade und die andere ließ sich nicht öffnen. Tochter A schrie sofort die uns unbekannte Käuferin an,die hinter ihr liegende Tür zu öffnen, was dieser natürlich nicht gelang. Jetzt saßen wir also in der Falle. Tochter A drückte weiterhin mit ungeahnten Kräften gegen die vor uns liegende rettende Tür, jedoch nichts half. Plötzlich, wie aus Geisterhand- öffnete sich die Tür, allerdings auf der Seite, auf der Tochter A zuerst nicht versucht hatte, diese zu öffnen. Ich hoffe, wir dürfen dieses Geschäft auch in Zukunft noch besuchen, da uns unterstellt wird, allen Kunden Angst einzujagen. Auf der anderen Seite sind wir anschließend vor Lachen fast zusammengebrochen, was lautstärkemäßig der Geschäftsleitung auch nicht gefiel.
Aber zurück zum Grabsocken. Dieser Socken tauchte unerwarteter Weise im Vorraum zu unserer Kellertreppe auf: Ich malte mir in diesem Moment aus: Was passiert, wenn ich von dem Geruch ohnmächtig werde und falle? Egal aus welchen Gründen, ich würde die steile Kellertreppe hinunterstürzen und im feuchten Kellergewölbe landen. Meine Schreie würden unerhört verhallen, keiner würde mir helfen. Eure Majestät würde mich in diesem Verließ nicht vermuten. Tochter A und C würden mich vielleicht vermissen, da das Essen nicht fertig und die Kleidung nicht gebügelt war. Erst im Falle, dass Tochter C durstig werden würde, was dauern konnte, würde die Tür zur Hölle geöffnet werden. Was aber würde ich davon haben? Gar nichts. Beide Töchter trauten weder der Kellertreppe noch dem darunter liegenden feuchten Verließ. Sie würden mich zwar sehen, jedoch würde jede Hilfe zu spät kommen, da ich mit Sicherheit eher verhungern oder verdursten würde, bevor die heiratswütigen Töchter mir zur Hilfe eilen würden. Meine Knochen werden also im Falle eines Sturzes vermutlich noch in hunderten von Jahren im Keller vermodern, einzig und allein aus dem Grund, dass sich eine einzelne Socke in den Keller verirrt hat.

22.10.07 20:48
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Name: Napissy Bonagarvalon
Alter: siehe Countdown
E-Mail: NapoleonsDachboden@gmx.de
Taetigkeit: Arbeiten, Schwachsinn schreiben, HAUSFRAU!!

News: 01.06.08
Nach Ewigkeiten ist nun das 6. Kapittel da!

->Copyright <-

Startseite
Ueber...
Gaestebuch
Kontakt
Archiv
Lexikon fuer nicht Eingeweihte
Die Dauerwelle
Kapittel 1
Kapittel 2
Kapittel 3
Kapittel 3.1
Kapittel 4
Kapittel 5
Kapittel zwischen 5 und 6
Kapittel 6

Kapittel 835 Gratis bloggen bei
myblog.de