3. Kapitel

Ich bin schwanger! Lange genug geübt haben wir ja, aber es sollte ja etwas Vernünftiges dabei herauskommen. Stolz setzte ich meinen Körper in wallende Kleider, Schlabberhosen und extra flache Schuhe und trug den ersten meiner Herrscher stolz neun Monate spazieren. Aber statt auf die Mutter zu hören, wurde mir der erste von vielen Schlägen verpasst: Im zarten Alter von einem Tag, hatte dieses Kind bereits eine eigene Meinung. Sie kam, wann es ihr passe. Von dem tag ihrer Geburt an, bestimmte sie mein Leben, bis sie endlich Unterstützung bekam. Damit war die Machtübernahme komplett. Hier nun einige wenige Beispiele:
Im zarten Alter von zwei Jahren war Tochter A. bereits als Rennfahrerin unterwegs. Es musste ein knallrotes Bobby-Car sein. Das passende Outfit war schnell gefunden: zartrosa Rutschesocken, edle grüne Cordhose nebst gelbem Poloshirt. Abgerundet wurde das Ganze durch eine grüne Sonnenbrille mit einem Glas. Zwischendurch gab es zwar schwerwiegende Verletzungen, z.B. wenn der Bobby-Car umfiel, sie sich selbst über den Fuß fuhr oder mit dem Kopf den Wohnzimmertisch mitnahm. Aber das sind Sieger!
Aber wir haben weiter geübt. Leider schlug das Schicksal ein weiteres Mal zu. Auch Tochter C. hielt sich nicht an die Regeln. Statt im Herbst geboren zu werden, wollte sie lieber noch den Sommer genießen. Auch dieses Kind war von Geburt an ein Genie. Bis zum 6. Monat kannte ich ihre Augenfarbe nicht, da sie meinte, es sei überflüssig, innerhalb des ersten halben Jahres aufzuwachen, außer um zu essen. Vielleicht hätten wir sie lieber Dornröschen nennen sollen.
Die ersten Probleme gab es beim Schuhkauf. Leider gab es in Größe 26 keine hochhackigen Modelle, so dass bereits im Schuhgeschäft tränen der Wut vergossen wurden. Nachdem schließlich ein ansprechendes Paar gefunden war, mussten diese Schuhe dem Rest der Welt vorgeführt werden. Der Einkauf von Brötchen dauerte zu dieser Zeit mindestens eine Stunde – sehen und gesehen werden. Dies betraf jedoch nur Tochter A.. Tochter C. bevorzugte das Modell Buggy. Hier saß es sich bequemer. Leider dauerten auch hier Einkäufe lange bzw. deren Vorbereitung, da Tochter C. sich weigerte, ohne – kurzes – Kleid mit Rüschen und Samtschleifen, aus dem Haus zu gehen.
Bereits zu dieser Zeit begannen die täglichen Kontrollen. Was habe ich in dieser Zeit das Klappern der Schreibmaschine vermisst – hohe Schuhe allerdings noch nicht. Es begann damit, dass Tochter A. die täglichen Einkäufe sowie den Inhalt der Taschen kontrollierte. Da Tochter C. technisch versiert war, sorgte sie für die Instandsetzung dieser Geräte. Hier kamen kleine Handwerker zum Einsatz, die die Geräte von Innen prüften, so genannte Duplo-Figuren. Und noch immer war ich mir über den Ernst der Lage nicht bewusst geworden.

Name: Napissy Bonagarvalon
Alter: siehe Countdown
E-Mail: NapoleonsDachboden@gmx.de
Taetigkeit: Arbeiten, Schwachsinn schreiben, HAUSFRAU!!

News: 01.06.08
Nach Ewigkeiten ist nun das 6. Kapittel da!

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